Page 85 - German Council Magazin 04.2024
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GERMAN COUNCIL . AKTIVITÄTEN
ie Auswirkungen der politischen
Entwicklungen auf die Assetklasse
D sei noch nicht abzusehen, betonten © Jörn Wolter / GCSP
die Tagesmoderatoren Susanne Gehle (Kauf-
land) und Christian Schröder (MEC). Einst als
eher langweilig beurteilt, gab es jedoch jede
Menge Anregungen für das Segment „aus der
Praxis für die Praxis“.
MUT ZU GRÜNEN OBJEKTEN
Los ging’s mit Alexander Rausch (JLL), der
unterhaltsam das Thema „Vom Greenwashing
zu echter Nachhaltigkeit“ beleuchtete. Er
verwies auf „gefallene Giganten“ wie Kauf-
hof, seinerzeit ein „Fels in der Brandung“, Susanne Gehle
ebenso wie Schlecker, Praktiker, Quelle oder
auch Sinn Leffers. „Etablierte Namen können
stürzen“, betonte Rausch, „weil sie sich nicht
an fundamentale gesellschaftliche Änderun-
gen angepasst haben.“ ESG und Nachhaltig- Wirtschaften: „Transparenz ist Pflicht, die In-
keit seien heute die Schlüssel zu nachhaltigem tegration von Resilienz und Strategie ein Muss
– sonst verlieren die Objekte an Wert.“ Dies
nicht zuletzt, da immer mehr Mieter ESG-Kri-
terien einfordern. Quasi als Anreiz tischte er
handfeste Zahlen auf: sechs bis acht Prozent
© Jörn Wolter / GCSP höhere Mieten, 20 Prozent weniger Betriebs-
kosten, zehn Prozent höhere Vermietungsquo-
ten und ebenso viel mehr Publikumsverkehr
sowie höhere Verweildauer bei grünen Objek-
ten. Fachmarktzentren der Zukunft seien im
Betrieb klimaneutral, flexibel bei den Flächen
und energieautark, machte er Mut, für lang-
fristige Perspektiven in Nachhaltigkeit zu in-
vestieren.
JURISTISCHE FINESSEN
Zum Planungsrecht referierte Rechtsanwalt
Dr. Jan Hennig (GSK Stockmann) und stellte
gleich klar, dass dieses „in Beton gegossen“
sei: „Wir haben bei der Regierung versucht,
Alexander Rausch daran zu klopfen – doch im Prinzip arbeiten
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