Page 60 - German Council Magazin 01.2024
P. 60
GERMAN COUNCIL . INSIGHT
© GCSP (alle)
Reinhard Mussehl Oberbürgermeister Thomas Eiskirch Harald Ortner Bernd Düsterdiek
Gruppe eins bei der Führung durch das Husemann Karree. Immanuel Bär
falt“, stellte er fest. Wenn der stationäre Handel massiv Regel auch die Investoren. Erforderlich sei die Partner-
weniger Umsatz mache, habe das Auswirkungen auf den schaft aller Beteiligten – auch der Bevölkerung – in Kom-
Flächenbedarf sowie Einflüsse auf die Mieten und die bination mit Kompetenz.
Bewertung der Immobilien. Immerhin ist er überzeugt:
„Die Kunden kaufen wieder mehr stationär. Für dieses Jannik Weinz, Immobilienbewertung bei Imtargis, nahm
Jahr erwarten wir ein Prozent Realwachstum. Allerdings Eins-A-Lagen anhand von sechs Innenstädten unter die
braucht der Handel starke Partner wie die Gastrono- Lupe: Nürnberg, Hannover, Dortmund, Bremen, Bo-
mie.“ Interessanteste Standorte für Investoren seien der- chum und Essen. Fast durchgehend sind dort die Antei-
zeit Fachmarktzentren und die Stadtkerne von Mittel- le des Textil-, Schmuck- und Schuhhandels um durch-
zentren. schnittlich zehn Prozent zurückgegangen. „Innenstädte
müssen wie Shopping Center gemanagt werden, und
YES, WE CAN! zwar ganzheitlich mit Fokus auf die Obergeschosse“,
gab er den Teilnehmern mit auf den Weg.
Bei der Panel-Diskussion „Yes, we can!“ unter Mode-
ration von Gudula Böckenholt, Partnerin und stellver- SINGLES AUF DEM VORMARSCH
tretende Büroleiterin CIMA, dominierten folgende Er-
kenntnisse: Kommunen müssen sich selbst Freiräume Wohnen in der Stadt hatte sich Jan Finke, Niederlas-
schaffen, um zu investieren, statt auf Hilfen von Land sungsleiter Essen der bulwiengesa AG, zum Thema er-
und Bund zu warten, vorausschauende Planung ist an- koren. Dieses habe eine hohe Bedeutung bekommen:
gesagt, und auf starke Signale der Städte folgen in der „Wir müssen Mixed-use denken und die Verknüpfung
58 SHOPPING PLACES* MAGAZINE 1 / 2024

